Ratgeber · Stand 17.10.2026
Externe Festplatten katalogisieren am Mac: So behältst du den Überblick
Je mehr Festplatten, desto öfter die Frage: Auf welcher liegt die Datei? Ein Katalog beantwortet sie, ohne dass du eine Platte anstecken musst. Hier steht, wie das am Mac geht – mit Bordmitteln, mit klassischer Katalog-Software und mit DiskDawg.
Das Problem: Der Finder zeigt nur, was angesteckt ist
Wer mit Video, Fotos oder großen Projekten arbeitet, sammelt Festplatten: eine für den Schnitt, eine fürs Archiv, eine fürs Backup, dazu SSDs von Kunden und alte Platten aus früheren Jahren. Der Mac kennt davon immer nur die, die gerade am Kabel hängen. Steckst du eine Platte ab, ist ihr Inhalt für Finder und Spotlight verschwunden.
Die Folge kennt jeder: Du suchst einen Clip, weißt ungefähr, wann er entstanden ist, und steckst eine Platte nach der anderen an, bis er auftaucht. Je mehr Platten, desto länger dauert es, und desto größer die Gefahr, dass etwas doppelt liegt oder vergessen wird.
Was „katalogisieren“ heißt
Eine Festplatte zu katalogisieren bedeutet, einmal aufzuschreiben, was darauf liegt: Ordner, Dateinamen, Größen, Daten, bei Bedarf auch Vorschaubilder. Dieses Verzeichnis liegt auf deinem Mac und bleibt dort, egal ob die Platte angeschlossen ist. Du suchst dann im Verzeichnis, und es sagt dir, auf welcher Platte die Datei liegt. Erst dann holst du genau diese eine Platte aus dem Schrank.
Wichtig ist der Unterschied zum Backup: Ein Katalog kopiert keine Dateien. Er ist nur ein Inhaltsverzeichnis. Deshalb ist er klein, schnell erstellt und ersetzt keine Sicherung.
Drei Wege, Festplatten am Mac zu katalogisieren
1. Textliste mit Bordmitteln
Kostenlos und sofort möglich: Öffne das Terminal und lass dir den Inhalt einer Platte als Textdatei ausgeben, zum Beispiel mit ls -R /Volumes/Plattenname > ~/Desktop/Plattenname.txt. Die Datei kannst du später mit der Textsuche durchsuchen.
Das funktioniert, hat aber Grenzen: Du musst es für jede Platte wiederholen, sobald sich etwas ändert. Du siehst keine Vorschaubilder. Und du findest nur, was im Dateinamen steht. C0118.MP4 sagt dir nicht, was im Video zu sehen ist.
2. Klassische Katalog-Programme
Es gibt seit den Zeiten von CDs und DVDs Programme, die Datenträger katalogisieren. Sie sind meist Einmalkäufe, laufen lokal und sind ausgereift. Viele richten sich an Agenturen und große Archive, mit entsprechend vielen Funktionen und Einarbeitung. Für ein Team, das gemeinsam an Platten arbeitet, fehlt in der Regel der gemeinsame Überblick: Jeder pflegt seinen eigenen Katalog.
3. DiskDawg
DiskDawg ist für genau diesen Fall gebaut: viele externe Platten, ein Mac oder ein kleines Team. Du steckst eine Platte an, DiskDawg liest sie ein und legt den Katalog auf deinem Mac an. Danach suchst du über alle Platten gleichzeitig, nach Ordner, Dateiname oder nach dem, was auf Fotos und in Videos zu sehen ist. Die Bilderkennung läuft dabei komplett auf dem Mac, es wird nichts hochgeladen. Im Team sieht jeder, welche Platte wo ist und wie voll sie ist.
DiskDawg katalogisiert deine externen Festplatten am Mac. Kostenlos für 2 Festplatten, ab macOS 14.6, keine Cloud. Finde Dateien nach Name oder Bildinhalt – auch wenn die Platte im Schrank liegt.
Kostenlos im Mac App Store Live-Suche ausprobieren →Schritt für Schritt mit DiskDawg
Schritt 1: Platten eindeutig benennen
Bevor du einliest, gib jeder Platte einen Namen, den du auch in zwei Jahren noch verstehst, zum Beispiel Archiv 2024 A statt Untitled. Den Namen änderst du im Finder mit einem Rechtsklick auf die Platte. Schreib ihn auch außen auf die Platte. Behalte den Namen danach bei.
Schritt 2: Anstecken und Stufe wählen
DiskDawg erkennt die Platte und fragt, wie gründlich sie eingelesen werden soll:
| Stufe | Was gespeichert wird | Platz auf dem Mac (ca.) |
|---|---|---|
| Light | Ordner, Dateinamen, Größe, Datum | 0,5 KB pro Datei – 10.000 Dateien ≈ 5 MB |
| Normal | zusätzlich kleine Vorschaubilder von Fotos und Dokumenten | + 4 KB pro Bild oder Dokument |
| Smart | zusätzlich Standbilder aus Videos und Merkmale für die Suche nach Bildinhalt | + 12 KB pro Video, + 1,5 KB pro Foto |
Die Werte stammen aus der Schätzung, die DiskDawg vor dem Einlesen anzeigt. Light ist in Sekunden fertig; Normal und Smart brauchen je nach Anzahl der Fotos und Videos einige Minuten bis eine halbe Stunde.
Schritt 3: Suchen – auch ohne Platte
Tippe einen Ordnernamen, einen Dateinamen oder beschreib, was zu sehen ist („Skateboarding“, „Hund am See“). DiskDawg zeigt die Treffer von allen eingelesenen Platten und markiert, welche gerade nicht angesteckt ist. Zieh Treffer in eine Sammlung; sobald du die passende Platte ansteckst, meldet sich DiskDawg.
Fünf Tipps für ein Archiv, das lange hält
- Eine Platte, eine Aufgabe. Schnitt, Archiv und Backup trennen. Dann weißt du ohne Nachdenken, wo etwas liegen muss.
- Jahr und Projekt im Ordnernamen.
2026-03 Kunde Imagefilmsortiert sich von selbst und ist auch in zehn Jahren lesbar. - Backups prüfen, nicht nur anlegen. Eine Kopie, die nie geprüft wurde, ist eine Hoffnung. DiskDawg vergleicht mit Sync & Verify Quelle und Ziel Datei für Datei.
- Platten alle paar Jahre umkopieren. Mechanische Festplatten altern auch im Schrank. Drei bis fünf Jahre sind ein guter Rhythmus.
- Den Katalog aktuell halten. Nach größeren Änderungen die Platte kurz anstecken und neu einlesen lassen. Bei DiskDawg genügt das Anstecken.
Häufige Fragen
Kopiert ein Katalog meine Dateien?
Nein. Ein Katalog ist ein Inhaltsverzeichnis mit Namen, Größen, Daten und bei Bedarf kleinen Vorschaubildern. Deine Dateien bleiben auf der Festplatte. Ein Katalog ersetzt kein Backup.
Wie viel Platz braucht der Katalog auf dem Mac?
Bei DiskDawg etwa 0,5 KB pro Datei in der Stufe Light, dazu rund 4 KB pro Vorschaubild in Normal und 12 KB pro Video in Smart. Eine Platte mit 10.000 Dateien braucht in Light rund 5 MB.
Funktioniert das auch mit USB-Sticks und Speicherkarten?
Ja. DiskDawg liest jedes Laufwerk ein, das dein Mac als Volume erkennt: externe SSDs, klassische Festplatten, USB-Sticks und Speicherkarten.
Kann ich meine Platten im Team gemeinsam katalogisieren?
Ja, im Business-Plan. Das Team sieht, welche Platte wie voll ist und wer sie zuletzt angesteckt hatte. Mit Dawg-Link gibst du Ordner einer angesteckten Platte direkt im Finder deiner Kollegen frei.